• Ulla Grans

Sooo schlecht geht es mir nun auch wieder nicht...




Kennst Du das auch? Soo schlecht geht es dir ja auch wieder nicht? Wann ist der richtige Zeitpunkt, um sich Hilfe zu holen?


Ich erzähle euch in diesem Blog von meinem Weg ins Coaching und warum es so wichtig ist, sich Hilfe zu holen!


Meine Geschichte beginnt im August 2018


Ich war damals erschöpft, häufig krank und fühlte mich zeitweise wie aus einer Umlaufbahn geschleudert. Ich hatte mein nebenberufliches Studium beendet , meinen Master erfolgreich bestanden, kam aus einem 3-wöchigen Portugalurlaub und war ..... am 3. Arbeitstag vollkommen erschöpft. Das hat mich sehr erschrocken. Mein Arzt hat die Situation zum Glück sofort erkannt und mich sofort für 5 Wochen aus dem Verkehr gezogen. Nachdem ich meinen Schock und die daraus resultierende Erkenntnis zugelassen hatte, war für mich klar, dass ich therapeutische Hilfe brauchte. Doch das war gar nicht so einfach, denn es gab kaum Therapieplätze, die von der Krankenkasse bezahlt wurden und zudem sagte mir mein Arzt, das es mir sooo schlecht ja auch noch nicht gehe, als dass ich sofort eine Platz bei ihm zur Psychotherapie bekäme... Na, ich hatte schon das Gefühl, das es mir schlecht ging... Ich fühlte mich von professioneller Seite her allein gelassen.


Ich ging wieder arbeiten und wurde dann im Dezember wieder somatisch krank und fiel für drei Wochen aus. Da reichte es mir. Ich begann mit einer aktiven Suche nach Hilfe. Das fiel mir gar nicht so leicht, war ich doch eine Frau, die immer alles alleine stemmt und auch noch stolz darauf war... Heute weiß ich, dass ich es mir wert bin, nach Unterstützung und Hilfe zu fragen.


"Ist der Schüler bereit, taucht der Lehrer auf!"


Durch Zufall traf ich meinen zukünftigen Coach am Heiligmorgen in einem Café. Wir kannten uns schon länger. Ich "verfolgte" sie in den sozialen Medien, hatte aber bis dato nicht die Idee, das sie die Richtige für mich wäre. Das ein oder andere hatte mich angesprochen, aber letztendlich war es der persönliche Kontakt mit ihr, den wir schon vorher hatten. Ich hatte von Anfang an Vertrauen in sie.

Ich nahm also am 24.12.2018 meinen ganzen Mut zusammen und fragte sie mitten im Café, ob sie mich mit meinem Thema auch begleiten würde. Sie sagte, wie selbstverständlich, "ja total gerne, melde dich bei mir für ein Erstgespräch!"

Ich kann euch gar nicht sagen, wie erleichtert ich war! Mir fiel eine schwere Last von den Schultern und ich hatte das Gefühl, dass ich gleich rücklings an der Wand im Café runterrutschen würde. Das ist dann zum Glück nicht passiert.



Bis dahin war mir gar nicht so klar gewesen, unter welchem Druck ich stand und wie dringend ich Hilfe brauchte.


Sicherlich hatte es vorher einige Symptome gegeben, über die ich aber, entgegen vieler Ratschläge von außen, geflissentlich hinweg ging. Ich hatte ja noch den Glaubenssatz im Kopf, "Du schaffst das alleine"....


Im Januar haben wir dann mit dem Coaching begonnen! Ja, es war keine kassenärztliches Leistung, die ich bezahlt bekommen hätte und ja, es war auch nicht günstig. Aber mir war klar, dass ich jetzt in mich investieren wollte und das es keinen anderen Weg für mich gibt. Ich hatte mögliche Themen im Kopf, warum ich in dieser Situation war. Keines dieser Themen war der wirkliche Grund für meine Erschöpfheit. Aber dazu später.


Einer der ersten Fragen, die sie mir stellte war, was das Schlimmste wäre, was in diesem Coaching für mich passieren könnte?


"Das sich etwas total in meinem Leben verändert und ich dann noch erschöpfter bin", war meine Antwort und ich dachte, hach, schon wieder so eine systemische Frage...

Wenn ich heute zurück schaue, kann ich darüber laut lachen, denn es hat sich so einiges grundlegend verändert in meinem Leben und das nicht in Bereichen, mit denen ich gerechnet hätte.

So ist das, wenn man sich auf den Weg macht. Man weiß einfach nicht, was passiert. Das macht unsicher und ängstlich, weil man sich aus seiner Komfortzone hinaus bewegt. Tief in mir war mir, aus heutiger Sicht, sehr klar, das sich etwas grundlegend ändern musste.


Je mehr ich wieder mit meinen Gefühlen in Kontakt kam, desto mehr ändert sich meine Sichtweise auf viele Dinge in meinem Leben. Mein Job, den ich vermeintlich erfolgreich meisterte, trieb mich an meine Grenzen und ich musste mir eingestehen, das ich diesen nicht mehr weiter machen konnte. Das war zunächst eine sehr schmerzliche Erkenntnis!

Ich stand damals im Garten eines Ferienhauses und sah in der Ferne Delfine schwimmen. Als ich da, so verbunden mit der Natur stand, spürte ich auch wieder eine fast vergessenen Kraft in mir. Zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, das ich meinen Job kündigen werde!


Von da an, gab es kein Zurück mehr, sondern nur ein "Weiter voran"!


Das war der schwierigste Teil meines Coachings. Ich musste mich nun entscheiden, ob ich wirklich einen ganz neuen Weg mit allen Konsequenzen gehen möchte. Die Frage war für mich alternativlos. Tief in mir war mir klar - und das schon seit längerem - das ich selbstständig werden möchte.


Jetzt war für mich die Richtung klar !


Jetzt war die Richtung klar und ich arbeitete mit Hilfe meines Coaches an meinen weiteren Zielen. Das war ein halbes Jahr nachdem ich mein Coaching begonnen hatte. Heute eineinhalb Jahre später sitze ich in meinem Homeoffice und schreibe an meinem Blog!


Glaubt jetzt nicht, das alle Themen auf dem Weg hierhin so durchgerutscht sind...

Nein, mein Coach war immer an meiner Seite. Wir hatten regelmäßige Onlinetermine (sie lebt auf Bali), ich konnte sie jederzeit per mail erreichen und sie hat mit ihren Fragen nie locker gelassen. Dabei bin ich durch innere Höhen und Tiefen gegangen. Es gab gute Tage. Es gab schlechte Tage. Es gab aber von dem Tag meiner Entscheidung nie mehr einen Tag, an dem ich meine grundsätzliche Entscheidung in Frage gestellt hätte!


Das ist genau die innere Arbeit, bei der ein Coach dich begleitet, dich unbequeme Fragen fragt, dich reflektieren lässt, auch an Stellen, die nicht komfortabel sind. Nur so ist aber eine wirkliche Veränderung, ein Weg mehr zu dir selbst, möglich. Durch die regelmäßigen Termine bleibst du am Ball und arbeitest stetig weiter an dir und deiner Veränderung!


In der Rückschau, bei meinem letzten Coachingtermin, wurde mir deutlich, dass ich mir intuitiv an allen wichtigen Wendepunkten meines Lebens professionelle Unterstützung gesucht habe. Die Wendepunkte waren mir vorher nicht klar, sie sind aufgrund von Schmerzpunkten oder schwierigen Lebensphasen jedoch deutlich geworden.


Welche Punkte waren das bei mir?


  • die Geburt meines Sohnes ("Warum werde ich, nach vier Jahren, nicht schwanger?")

  • die Trennung von meinem ersten Mann ("Aber wie soll das alles werden?")

  • die Hochzeit mit meinem zweiten Mann ("Ich wollte doch eigentlich nie mehr heiraten.")

  • die Kündigung meines sicheren Jobs ("Ich kann diesen Job nicht mehr machen.")

  • die Entscheidung, mich selbstständig zu machen ("Habe ich genügend Mut, diesen Schritt zu gehen?")


Diesen fünf Lebensereignissen sind immer Beratungen, Therapien, Coachings voraus gegangen. Das habe ich nicht bewusst gemacht, im Sinne von, "es steht etwas Neues an, ich brauche Beratung", sondern eher "mir gehts nicht gut und ich möchte wissen, warum das so ist." Dazu gehört zu einen sicherlich Neugier auf sich und sein Leben und die Bereitschaft, sich mit sich auseinanderzusetzen. Einfacher Konsum von Beratung reicht da nicht aus.


Warum schreibe ich heute darüber?


Mein Coach hat mir in meinem Abschlussgespräch gesagt, dass ich mir in Zukunft eher Hilfe suchen dürfe. Hilfe suchen fällt mir nicht so leicht. Ich glaube, dass das vielen von Euch so geht. Man meint immer, das man alles alleine schaffen kann und man bis zum nächsten Urlaub schon noch durchhält. Wenn ich mich ehrlich frage, wann ich für mich ganz alleine wusste, das es mir nicht gut geht, muss ich leider antworten "bestimmt schon 1,5 Jahre vorher". Darauf bin ich nicht stolz. Aus meiner Geschichte heraus kann ich es mir jedoch inzwischen erklären und bin da verständnisvoller für mich geworden. Es gibt halt Situationen, da kann mich nicht aus seiner Haut.


Mir ist es ein wichtiges Anliegen, als Klientin / Coachee über mögliche Wege hin zu einem Coaching zu berichten. Man entscheidet sich nicht "einfach so" dazu. Meist hat man sich vorher schonmal erkundigt, im Netz gesucht oder einen Tipp von einer Freundin bekommen. Dann speichert man das Gelesene oder Gehörte ab und kommt irgendwann darauf zurück. Dann dauert es meist noch mal eine Zeit, bis man sich entscheidet bzw. bis der Druck oder die Schmerzen so groß sind, dass man den Button innerlich drückt.


Mein Credo an dieser Stelle: Mach nicht den gleichen Fehler wie ich und warte zu lange!


Wenn du das Gefühl hast:


Du bewegst dich immer wieder in denselben Spiralen.

Manche Themen kommen immer wieder.

Dein Kopf rauscht , die Ohren sausen.

Du schläfst oft schlecht.

Du bist traurig und weißt gar nicht warum.

Du bist über einen langen Zeitraum gereizt.

Du funktionierst nur noch.


Dann suche dir eine professionelle, fachlich gut ausgebildete Unterstützung in Form von Therapie, Beratung, Coaching. Es werden in der Regel kostenfreie Erstgespräche zum Kennenlernen angeboten. Nutze diese und entscheide dann, ob sich das gut für dich anfühlt. Du wirst spüren, ob ihr zueinander passt!

In der oben genannten Liste sind nur Auszüge von möglichen Symptomen beschrieben. Die Liste ist so individuell, wie wir Menschen nun mal sind.


Zum Schluss verrate ich Dir noch, wer denn mein toller Coach war...

Ich bin Tanja (link weiter unten) sehr, sehr dankbar für ihre klugen Fragen, ihre warmherzige Art, ihren Humor (wir haben sehr viel zusammen gelacht im Coaching), ihre Professionalität, ihr Nichtlockerlassen an Stellen; wo ich wieder in meine Komfortzone rutschte, ihre Ehrlichkeit, ihre Authentizität, ihre Tipps und Strategien und einfach für ihr "being with" über die ganzen zwei Jahre!

Ja so ist das, wenn der Schüler bereit ist, taucht der Lehrer auf!


Ich wünsche dir, dass du gute und innerlich fundierte Entscheidungen für dich triffst, dass du dir Hilfe holst, wenn es anfängt im System zu ruckeln, dass du es dir wert bist, in dich zu investieren.


Wenn du Fragen an mich hast, wenn du einen guten Begleiter suchst, wenn du dir unsicher bist, wer der/die Richtige für dich sein könnte - nimm gerne Kontakt zu mir auf!

Ich bin gut vernetzt und kann dir sicherlich jemanden empfehlen.

Meine Expertise bezieht sich auf Frauen in Patchworkfamilien und herausfordernden Familiensituationen. Es gibt jedoch eine Menge sehr guter Coaches, die auch für dein Problem ihre Expertise haben.


DEIN ÄNDERN LEBEN!


Wo immer du gerade bist und was immer du gerade tust, ich wünsche dir die richtigen Entscheidungen für deinen Weg, der immer weiter voran gehen sollte.


Herzlich,

Deine Ulla


https://www.tanjahummel.com






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